Bericht: Kostenlose Medical Camps 2023

Im Juni und Juli 2023 fanden unsere j√§hrlichen kostenlosen Medical Camps in Ladakh / Nord-Indien unter Leitung des buddhistischen M√∂nches und Heilpraktikers Thich Hue Nghi (Cedric Bascle) statt. F√ľr 6 Wochen f√ľhrte Thich Hue Nghi mit der Unterst√ľtzung ehrenamtlicher Helfer:innen aus Deutschland und Ladakh kostenlose Anamnesegespr√§che, Akupunktur- und Moxibustions-Behandlungen, Unfallbehandlungen, Blutzuckertests sowie Ern√§hrungs- und Gesundheitsberatungen durch. Im Folgenden finden Sie:

  • Eine √úbersicht in Zahlen & Zusatzinformationen
  • Ein Erfahrungsbericht von Heilpraktiker Thich Hue Nghi
  • Eine √úbersicht √ľber die einzelnen Standorte
  • Einige Fotos der Medical Camp Tour 2023


Viel Freude beim Lesen und Anschauen 

√úbersicht in Zahlen & Zusatz-Infos

  • In 9 D√∂rfern / Orten wurde kostenlose Gesundheitshilfe geleistet.
  • Die Medical Camps fanden an insgesamt 38 Tagen statt.
  • Durchschnittlich wurde t√§glich 8 bis 10 Stunden Gesundheitshilfe geleistet.
  • Die Behandlungen wurden alle von Heilpraktiker und M√∂nch Thich Hue Nghi (Cedric Bascle) durchgef√ľhrt. Als Assistentin unterst√ľtzte ihn Marina Borell.
  • Es wurden ca. 1500 Patient:innen mit den oben genannten Leistungen versorgt.
  • Insgesamt wurden ca. 30.000 Akupunkturnadeln gesetzt
  • Insgesamt halfen zus√§tzlich mehr als 30 lokale ehrenamtliche Helfer:innen bei der Organisation, Durchf√ľhrung und ganz besonders nat√ľrlich beim √úbersetzen der Behandlungen und Patientengespr√§che.

Lebensbedingungen und Gesundheitsversorgung in der Hochgebirgsw√ľste Ladakh

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Unsere Medical Camps wurden nicht nur im Großraum von Leh - der Hauptstadt Ladakhs - angeboten. Unser Medical Camp Team plante vor allem auch Besuche in mehr entlegenen Dörfern, um die kostenfreie Gesundheitshilfe ganz besonders auch denjenigen Menschen zukommen lassen zu können, die es aufgrund von schwierigen Anreisebedingungen nicht in Anspruch hätten nehmen können.

Die medizinische Versorgung in Ladakh

Gerade die Bev√∂lkerung in den entlegenen D√∂rfern und Regionen Ladakhs haben - wenn √ľberhaupt - nur sehr sp√§rlichen Zugang zu medizinischer Versorgung. Das einzige gro√üe Krankenhaus befindet sich in der Hauptstadt Leh - genie√üt aber unter vielen Ladakhis kein gro√ües Vertrauen.

Immerhin gibt es allm√§hlich in einigen D√∂rfern zumindest je eine Kontaktperson f√ľr einfache Gesundheitsfragen und -anliegen. Dies ist entweder ein:e sogenannte ‚ÄúAmchi‚ÄĚ - so etwas wie ‚ÄúDorf-Heilpraktiker:innen‚ÄĚ aus der Traditionellen Tibetischen Medizin. Oder aber es ist eine Person, die in westlich-medizinischen Grundlagen geschult wurde - grob vergleichbar mit Krankenfpleger:innen. Bei diesen Personen bekommt man grundlegende medizinische Versorgung - wie zB. die Versorgung einfacher Wunden.

Doch in den meisten D√∂rfern fehlt weiterhin der Zugang zu wichtigen medizinischen Instrumenten, Medikamenten, und gut ausgebildetem Fachpersonal. Wichtige Hilfe leistet hier die Wohlt√§tigkeitsorganisation ‚ÄúLadakh Heart Foundation‚ÄĚ, deren gemeinn√ľtziges Krankenhaus auch eine Station unserer Medical Camp Tour 2023 war. Mehr zur Ladakh Heart Foundation folgt weiter unten bei den Details zu unseren einzelnen Stationen.

Ein zus√§tzlicher erschwerender Faktor f√ľr viele Ladakhis ist die Anreise: Manchmal mag es zwar an sehr weit entfernten Orten die notwendige Hilfe geben, oft aber ist das mit sehr langen Fu√üm√§rschen zur n√§chsten Hauptstra√üe mit Busverbindung verbunden. Viele der D√∂rfer liegen mehrere Autostunden voneinander entfernt und nicht jedes Dorf hat eine eigene Busverbindung.

Doch gerade die Bev√∂lkerungsgruppe, die nur sp√§rlichen Zugang zu Gesundheitshilfe und medizinischer Versorgung hat, w√§re eigentlich aufgrund ihrer sehr harschen Lebensumst√§nde ganz besonders auf medizinische Hilfe und Unterst√ľtzung angewiesen:

Harte Arbeit und noch härtere Wetterbedingungen

In vielen F√§llen leben diese Familien als Selbstversorger:innen von der harten Arbeit auf ihren eigenen Feldern. Doch die harte landwirtschaftliche Arbeit ist nicht die einzige Belastung im Leben der entlegenen D√∂rfer in Ladakh - denn hinzu kommen die besonders harschen Wetterbedingungen Ladakhs: 

Vor allem im Herbst, Winter, und Fr√ľhling m√ľssen die Menschen mit f√ľr uns Europ√§er unvorstellbar kalten Wetterbedingungen k√§mpfen: Ladakh liegt sehr hoch - die Hauptstadt und die von unseren Medical Camps besuchten D√∂rfer liegen im Schnitt alle bereits auf 3500 Metern H√∂he. Andere D√∂rfer wiederum liegen in noch gr√∂√üerer H√∂he. In Hochgebirgsw√ľsten wie in Ladakh kann man bereits ab Oktober mit sehr starken K√§lteeinbr√ľchen und sogar mit Sandst√ľrmen rechnen. 

Zwischen Dezember und Februar sinken die Temperaturen an manchen Orten nachts auf bis zu -40¬į Celsius ab. Wenn es dann noch heftige Schneef√§lle gibt, sind manche Stra√üen oder Gebirgsp√§sse v√∂llig blockiert und die Versorgung einiger Ortschaften wird zu einer gro√üen Herausforderung.

Der Klimawandel macht die ganze Sache nicht einfacher: In der kalten Jahreszeit weicht die trockene K√§lte immer mehr einem feucht-kalten Klima. Und feuchte K√§lte beeintr√§chtigt den K√∂rper der Menschen um ein Vielfaches mehr, als es die eigentlich gewohnte trockene K√§lte tut. Zus√§tzlich  gehen sowohl im Winter als auch im Sommer die Wasservorkommen immer mehr zur√ľck - immer gr√∂√üere Trockenperioden machen das ohnehin schon herausfordernde Leben in Ladakh immer schwieriger. 

Typische Krankheitserscheinungen der Bevölkerung

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Die k√∂rperliche Gesundheit der Menschen in den entlegenen D√∂rfern wird durch all die oben aufgef√ľhrten Faktoren sehr in Mitleidenschaft gezogen - vor allem die Kombination aus harter landwirtschaftlicher Arbeit, harschen Wetterbedingungen und sich stetig verschlimmernder Wasserknappheit verursacht viele Krankheitserscheinungen, die typisch f√ľr die Region Ladakh sind. Heilpraktiker Thich Hue Nghi f√ľhrt auf, welche dieser Krankheitserscheinungen ganz besonders oft auftreten: 

Viele Personen leiden unter verh√§rteten R√ľckenschmerzen sowie unter Knieschmerzen - hervorgerufen vor allem durch die harte Arbeit in der Landwirtschaft, auf den Feldern oder in den f√ľr Ladakh besonders ber√ľhmten Aprikosenhainen. Hier kommt zus√§tzlich erschwerend hinzu, dass die K√§lte und Feuchtigkeit Ladakhs die Nieren der Menschen schw√§chen kann - und schwache Nieren wiederum beeintr√§chtigen nach Traditioneller Chinesischer Medizin oft besonders die Gesundheit der Knie / Gelenke und des R√ľckens.

Die Kälte und Feuchtigkeit des Winters hat des Weiteren auch den Effekt, dass sie sich im Körper der Menschen einnistet. Nach Traditioneller Chinesischer Medizin können sich Feuchtigkeit und Kälte im Körper eines Menschens ansammeln und auf längere Zeit negativ auf die Gesundheit der einzelnen Organe auswirken. Besonders die Nierenergie des Körpers wird auf Dauer durch Kälte und Feuchtigkeit geschwächt.

Die Wirksamkeit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei diesen typischen Krankheitserscheinungen

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Die Behandlungsformen der Traditionellen Chinesischen Medizin k√∂nnen gerade diesen sehr verbreiteten Krankheitserscheinungen und K√∂rperleiden ganz besonders effektiv entgegenwirken. R√ľckenschmerzen k√∂nnen durch Akupunktur hervorragend behandelt werden. In manchen besonders verh√§rteten F√§llen wurden einige Akupunkturnadeln zus√§tzlich mit einem leichten Reizstrom versehen, der mit leichten elektrischen Impulsen zur Aufl√∂sung von Verspannungen f√ľhrt und die K√∂rperenergie wieder zum Flie√üen bringt. Diese Form der ‚ÄúElektroakupunktur‚ÄĚ ist in solchen F√§llen besonders wirksam.

Auch chronische K√§lteerscheinungen k√∂nnen durch TCM besonders schnell aus dem K√∂rper ausgetrieben werden. Vor allem die Therapie der Moxibustion ist hier von gro√üer Hilfe: Die Moxibustion - auch als Moxa-Therapie bekannt - ist ein wichtiger Aspekt der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie wurde fr√ľher vor allem in den k√§lteren Bergregionen im Norden Chinas durchgef√ľhrt und hat dort √§hnliche Krankheitserscheinungen behandelt, wie wir es nun in Ladakh tun. Diese Therapie besteht aus der Erw√§rmung von einigen Akupunkturpunkten mit gl√ľhendem Beifu√ükraut. Beifu√ü gilt nicht nur in der TCM, sondern auch in der Europ√§ischen Medizin als Heilpflanze. Die W√§rme gl√ľhender Beifu√ü-Kr√§uter-Kegel wirkt besonders der energetischen Feuchte und K√§lte entgegen.

Man kann auch kleine Gruppen von im K√∂rper steckenden Akupunkturnadeln mit kleinen Moxa-K√§stchen erw√§rmen, in denen auf einem kleinen Gitter die Moxa-Kegel vor sich hin gl√ľhen. Oder aber man erw√§rmt Akupunkturpunkte ohne Nadel allein durch die W√§rme einer gl√ľhenden Moxa-Zigarre, die man in einem bestimmten Abstand zur Haut √ľber dem jeweiligen Akupunkturpunkt h√§lt. Besonders die Nierenenergie - in der TCM mit die wichtigste Quelle von Gesundheit und Vitalit√§t - reagiert besonders schnell und dankbar auf die W√§rme der Moxa-Therapie.

Die Moxa-Therapie war derartig notwendig, effektiv, und gefragt, dass wir bereits nach 3 Wochen absehen konnten, dass unsere Vorr√§te zuneigen gehen w√ľrden. Wir konnten gl√ľcklicherweise vor Ort noch ausreichend Moxa-Material nachbestellen, um auch f√ľr die Medical Camps der letzten 3 Wochen noch allen bed√ľrftigen Personen Moxa-Behandlungen anbieten zu k√∂nnen.

Neben den f√ľr die Region typischen Krankheitssymptomen behandelten wir aber auch viele andere allgemeine Krankheitserscheinungen wie bspw. Rheumaerkrankungen, Migr√§ne, Lungenprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen etc.

Erfahrungsbericht

Transport & Unterbringung

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Mit den Spenden, welche der Ladakh Welfare Organisation e.V. f√ľr den Zweck der kostenlosen Gesundheitshilfe gegeben worden sind, wurden neben den n√∂tigen medizinischen Materialien auch zwei Flugtickets besorgt - f√ľr die Anreise von Heilpraktiker und M√∂nch Thich Hue Nghi (Cedric Bascle) sowie f√ľr seine Assistentin Marina Borell. Nach der Ankunft in der Hauptstadt Leh fuhr unser Team nach und nach die verschiedenen Standorte unserer Medical Camp Tour 2023 an. 

Die Fahrzeiten von einem Medical Camp Standort zum nächsten waren unterschiedlich lang. Rund um die Hauptstadt Leh konnten zwei/drei Standorte relativ schnell erreicht werden. Doch die meisten Medical Camp Stationen dieses Jahr lagen weiter entfernt. Von einem Dorf zum nächsten war man mit dem Auto oft einen halben Tag unterwegs.

Unterkunft, Essen und Transport in Ladakh von Thich Hue Nghi und seiner Assistenz wurden durch die jeweiligen Ansprechpartner vor Ort organisiert, die auch bei der Planung der einzelnen Medical Camp Stationen mitgeholfen haben. Manchmal kamen sie auch in den buddhistischen Klöstern unter, in denen die Medical Camps stattfanden. Einige Familien vor Ort boten auch Schlafplätze in ihrem Zuhause an und teilten ihre einfachen Essensvorräte.

Tagesablauf & Räumlichkeiten

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F√ľr die jeweiligen Medical Camp Stationen begann die Arbeit √ľblicherweise am fr√ľhen Vormittag - zwischen 8 und 9 Uhr. Die Behandlungen zogen sich dann den ganzen Tag hindurch bis in den Abend hinein - zwischen 18 und 20 Uhr.

Die Arbeit bestand stets aus einem Anamnesegespräch und anschließenden Behandlungen - je nach Bedarf der Symptomatik der Patient:innen entweder Akupunktur oder Moxabehandlung oder eine Mischung aus beidem.

Die Behandlungen fanden entweder im Liegen oder - wenn es k√∂rperlich nicht anders ging - im Sitzen statt. Hierf√ľr stellten die jeweiligen Organisatoren vor Ort Matratzen oder St√ľhle bereit. Gut ausgestattete Zentren wie die Ladakh Heart Foundationen konnten auch Krankenhausliegen zur Verf√ľgung stellen.

Die einzelnen Standorte versuchten immer gr√∂√üere R√§umlichkeiten bereit zu stellen, um m√∂glichst viele Patient:innen parallel behandeln lassen zu k√∂nnen. Kl√∂ster boten hierf√ľr beispielsweise ihre Meditations- und Buddhahallen an, Schulen und Gemeindezentren ihre gr√∂√üeren Veranstaltungsr√§ume. 

Mithilfe durch ehrenamtliche Helfer:innen

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Vor Ort fanden sich immer mehrere interessierte ehrenamtliche Helfer:innen, die vor allem beim √úbersetzen der Anamnesegespr√§che sowie beim Aufrufen der wartenden Patient:innen halfen. Auch halfen sie dabei, die Patient:innen zu ihren Behandlungspl√§tzen zu f√ľhren. 

Einige erhielten auch eine kurze Schulung durch Heilpraktiker Thich Hue Nghi √ľber das nachbereitende Assistieren bei den Akupunkturbehandlungen: Die Helfer:innen halfen dann zum Beispiel beim kurzen ‚ÄúAndrehen‚ÄĚ der bereits gesetzten Nadeln nach 15 Minuten sowie beim Ziehen der Nadeln nach weiteren 5 Minuten. Das ‚ÄúAndrehen‚ÄĚ der bereits gesetzten Nadeln wirkt auf den K√∂rper wie ein zweiter Impuls und intensiviert die Effektivit√§t der Therapie.

Nachfrage & Bedarf vor Ort

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Die Nachfrage war oft so gro√ü, dass am Ende des Tages vor den T√ľren des jeweiligen Klosters oder Gemeindezentrums immer noch viele Patient:innen sa√üen und auf eine Behandlung beharrten. Es wurde immer versucht, alle angereisten Patient:innen zu versorgen. Doch nat√ľrlich ging das nicht immer.

An manchen Abenden sa√üen vor den T√ľren des jeweiligen Medical Camps auch um 19 Uhr noch 20 weitere Personen und pochten auf ihr Recht, behandelt zu werden - oft auch mit einer sp√ľrbaren Dringlichkeit: Viele dieser Menschen k√∂nnen sich ihre Gesundheitsversorgung oft kaum leisten und sind vielleicht bereits seit langer Zeit nicht mehr wirklich gesundheitlich / medizinisch untersucht oder versorgt worden. Sie sahen in unseren Medical Camps die seltene Gelegenheit, sich nach langer Zeit wieder einmal fachkundig gesundheitlich behandeln zu lassen und versuchten daher selbstverst√§ndlich, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen.

Wenn am Abend von der Zeit und Kraft her nicht mehr alle noch wartende Patient:innen versorgt werden konnten, wurde immer versucht, die Patient:innen f√ľr den darauf folgenden Behandlungstag einzuladen, falls dies den Patient:innen m√∂glich war. Viele Patient:innen nahmen dieses Angebot an und waren dann am n√§chsten Tag bereits unter den ersten Personen vor Ort. 

Und selbst wenn zu sp√§t gekommene Patient:innen am Abend des letzten Tages eines Medical Camp Standortes nicht mehr behandelt werden konnten, wurde immer noch versucht, eine Alternative zu finden: Manchmal konnten diese Personen n√§mlich zu einer der noch bevorstehenden Medical Camp Stationen anreisen - wenn es die Busverbindung oder Mitfahrgelegenheiten unter Freund:innen und Verwandten zulie√üen. Viele Patient:innen nahmen f√ľr die Gesundheitshilfe auch eine l√§ngere Anreise in Kauf. 

Nachdem am Abend die Arbeit am jeweiligen Medical Camp Standort erledigt war, bedeutete das aber noch nicht zwangsl√§ufig ‚ÄúFeierabend‚ÄĚ: Oft warteten in den Familien, die Heilpraktiker Thich Hue Nghi und seiner Assistentin ihre Gastfreundschaft f√ľr Unterkunft und Verpflegung angeboten hatten, noch der ein oder andere Familienangeh√∂rige oder Freunde und Bekannte, die um gesundheitlichen Rat oder eine kurze Behandlung baten. 

Allgemein versuchten die Behandler:innen immer, allen Bitten um Rat und Behandlung nachzukommen - sei es nun planmäßig oder außerplanmäßig - um so vielen Personen helfen zu können, wie es die eigene Kraft sowie die zeitlichen Rahmenbedingungen vor Ort zuließen.

Die Patient:innen dankten es ihnen sehr: Das Feedback √ľber die Wirksamkeit der Akupunktur- und Moxabehandlungen waren durchg√§ngig sehr positiv. Wenn es die Patient:innen einrichten konnten, besuchten sie die Medical Camps auch an mehreren Tagen - manchmal auch an unterschiedlichen Standorten. 

Durch wiederholte Behandlung konnte auch hartn√§ckiges Leid besser gelindert oder gar vollst√§ndig aufgel√∂st werden. Und in den F√§llen, in denen bereits eine erste oder zweite Behandlung die gr√∂bsten Leiden aufgel√∂st hatte, konnte man sich bei einer dritten Behandlung anderen, sekund√§ren Krankheitserscheinungen zuwenden. 

Workshops & Einf√ľhrungen in die Traditionelle Chinesische Medizin

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An einigen Standorten der Medical Camps gab Heilpraktiker Thich Hue Nghi auch kurze Schulungen und Einf√ľhrungen in die Grundlagen der Traditionelle Chinesische Medizin - vor allem im Bezug auf die Behandlung der typischen Krankheitserscheinungen in Ladakh, die Anwendung der besonders wirksamen Moxibustion und verschiedene Formen der Selbstversorgung: Gesunde Ern√§hrung; Bewegung und Sport; und: ‚Äúemotionale Hygiene‚ÄĚ - die geistige Gesundheitspflege darf man nicht untersch√§tzen. Viele unserer k√∂rperlichen Beschwerden k√∂nnen durch emotionales Leid entweder verst√§rkt oder auch gerade erst hervorgerufen werden. 

Bei diesen kurzen Schulungen waren vor allem bereits geschultes medizinisches Personal wie lokale Pfleger:innen oder √Ąrt:innen etc. anwesend - doch auch einige Patient:innen und ehrenamtliche Helfer:innen vor Ort waren dabei und h√∂rten interessiert zu. Auch w√§hrend der Behandlungen der Patient:innen bekamen vor allem die ehrenamtlichen Helfer:innen viele n√ľtzliche Informationen zu h√∂ren und k√∂nnen diese zuk√ľnftig f√ľr sich selbst und ihre Gemeinden anwenden und weitergeben.

Warmherzigkeit wiegt Anstrengungen auf

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Zeit zum Ausruhen f√ľr die Behandler:innen gab es oft nur in den kurzen Pausen rund um das Mittagessen sowie zur Schlafenszeit am Abend. Dar√ľber hinaus mussten die oft l√§ngeren Anreisen mit Auto oder Bus zum n√§chsten Standort zum Ausruhen genutzt werden. Dar√ľber hinaus hatten die Behandler:innen in den insgesamt 6 Wochen 4 vollkommen freie Tage. Diese 4 wirklich freien Tage nutzten sie f√ľr die Besuche von heiligen buddhistischen Orten und Kl√∂stern der Region sowie f√ľr die Teilnahme an einer der Unterweisungen Seiner Heiligkeit des Dalai Lama:

Denn gl√ľcklicherweise fand zur gleichen Zeit wie unsere Medical Camps auch ein mehrw√∂chiger Besuch SH Dalai Lamas in Ladakh statt. An einer der Unterweisungen des Dalai Lama konnten Thich Hue Nghi und seine Assistentin Marina Borell teilhaben - gemeinsam mit vielen tausend weiteren Buddhist:innen aus Ladakh. Die M√∂glichkeit, SH den Dalai Lama - wenn auch nur aus der Entfernung - treffen und seinen Unterweisungen zuh√∂ren zu k√∂nnen, war ein ganz besonders wertvolles Geschenk.

Doch auch ohne einen Besuch des Dalai Lama w√§ren die beiden Behandler:innen mehr als zufrieden mit ihren Erlebnissen unserer diesj√§hrigen kostenlosen Medical Camps: Denn auch wenn die 6 Wochen nat√ľrlich mit viel Arbeit und wenig Pausen sehr anstrengend waren, wurde dies durch die vielen positiven R√ľckmeldungen, die gro√üe menschliche W√§rme und Freundschaftlichkeit der Patient:innen, Ehren√§mtler:innen und Gastgeber:innen mehr als aufgewogen. Und auch die Freude, die aus der Hilfe f√ľr andere Menschen im eigenen Herzen hervorgeht, war Heilpraktiker Thich Hue Nghi und Marina Borell eine wichtige Quelle von Freude, Kraft und Motivation - um auch f√ľr den letzten Patienten noch ebenso offen und hilfsbereit sein zu k√∂nnen, wie f√ľr den ersten.

Ausblick 2024 & Danksagung

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F√ľr das n√§chste Jahr plant Heilpraktiker Thich Hue Nghi eigentlich erst einmal keine gro√üen Ver√§nderungen. Es ist eigentlich gut genug, die bereits bew√§hrten Orte so beizubehalten, damit sich auch die Bev√∂lkerung vor Ort darauf verlassen und einstellen kann - alle besuchten Standorte dieses Jahres haben die Ladakh Welfare Organisation e.V. bereits f√ľr das n√§chste Jahr 2024 aufs Neue eingeladen und freuen sich schon auf die R√ľckkehr unseres Teams.

Zwar √ľberlegt Thich Hue Nghi, im n√§chsten Jahr zwei weitere Standorte mit in das Programm aufzunehmen. Doch er gesteht auch ehrlich:

‚ÄúViel mehr Standorte und viel mehr Patienten wird uns 2024 unter den gleichen Bedingungen wie dieses Jahr wahrscheinlich nicht m√∂glich sein - da sind uns durch die zur Verf√ľgung stehende Zeit und Kraft Grenzen gesetzt. Aber es haben bereits einige Akupunkteur:innen Interesse gezeigt, uns n√§chstes Jahr vielleicht zu begleiten und zu unterst√ľtzen. Wenn das klappt, dann wird unsere Arbeit besser auf ein gr√∂√üeres Team verteilt - das ist zum Einen f√ľr uns Behandelnde ges√ľnder und nachhaltiger. Und zum Anderen ist es uns dann vielleicht auch eher m√∂glich, unsere Angebote auszuweiten.‚ÄĚ 

Zum Abschluss m√∂chten Thich Hue Nghi und die Ladakh Welfare Organisation e.V. ein ganz gro√ües Dankesch√∂n zum Ausdruck bringen f√ľr die eingegangenen Spenden, die diese 6 Wochen kostenfreie Gesundheitshilfe √ľberhaupt erst erm√∂glicht haben. Rund 3000‚ā¨ Spenden sind f√ľr die Gesundheitshilfe eingegangen - und ziemlich genau 3000‚ā¨ hat die gesamte Medical Camp Tour 2023 mit allen Materialien und den zwei Flugtickets der Behandler:innen auch gekostet.

Viel Herzlicher Dank geht im Namen aller behandelten Personen in Ladakh an alle vergangenen und zuk√ľnftigen Spender:innen!

Wer bereits jetzt die n√§chsten Medical Camps 2024 unterst√ľtzen m√∂chte, kann bereits jetzt eine Spende mit dem Verwendungszweck ‚ÄúGesundheit‚ÄĚ t√§tigen. Vielen Herzlichen Dank im Voraus an alle M√∂glich-Macher:innen!

√úBERSICHT & DETAILS ZU DEN STANDORTEN DER MEDICAL CAMPS 2023

An 9 Standorten fanden unsere diesjährigen Medical Camps statt. 5 davon liegen allesamt entweder in oder in unmittelbarer Umgebung des Großraums Leh, der Hauptstadt von Ladakh. Die restlichen 4 Standorte liegen allesamt in etwas abgelegeneren Tälern. Mit Ausnahme von Bodhkarbu und Lamayuru liegen alle anderen Standorte entlang des Indus - dem längsten Fluss des indischen Subkontinents, der in West-Tibet entsteht und auch durch Ladakh hindurch fließt.

Es folgt eine kurze Vorstellung der einzelnen Standorte der diesjährigen Medical Camps.

1. Klosterschule in Spituk

Die Klosterschule in Spituk befindet sich in einem Dorf direkt neben der Hauptstadt Leh. Einst war Spituk ein eigenst√§ndiges Dorf. Doch mit dem Wachstum der Hauptstadt ist Spituk mittlerweile von Leh quasi einverleibt worden. Spituk f√ľhlt sich quasi wie ein Teil von Leh an und liegt unmittelbar neben dem Flughafen der Hauptstadt. Von einer Plattform mit Buddhastatue der Klosterschule aus kann man die Rollfelder des Flughafens sehen. In der Klosterschule von Spituk fanden 6 Tage kostenlose Behandlungen statt.

2. Krankenhaus ‚ÄúLadakh Heart Foundation‚ÄĚ in Leh

Die Ladakh Heart Foundation unterhält in Leh ein wohltätiges Krankenhaus, um dort der ladakhischen Gemeinschaft einfachen Zugang zu Gesundheitszentren zu ermöglichen, wo verschiedene Krankheiten behandelt und verhindert werden können, die durch die extremen Lebensbedingungen in dieser Region entstehen. An diesem Standort fanden 5 Tage lang Behandlungen unserer kostenfreien Medical Camps statt.
 
Die Ladakh Heart Foundation will den Menschen die M√∂glichkeit geben, kostenlos eine angemessene Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen und zu lernen, welche Risiken f√ľr die Entstehung von Krankheiten bestehen, um die Symptome zu erkennen und rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen.
 
Seit 1997 arbeiten sie in der Pr√§vention und Behandlung vor allem von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der gesamten Region Ladakh und ihrer Umgebung. Auch Gesundheitscamps und Aufkl√§rungsprogramme f√ľr Gesundheit und Umwelt sind Teil der Arbeit der Ladakh Heart Foundation - dadurch werden die Menschen in Ladakh immer besser dar√ľber informiert, wie sie Krankheiten vorbeugen und behandeln k√∂nnen.

Diese Wohlt√§tigkeitsorganisation hat unseren Medical Camps ihre R√§umlichkeiten und Unterst√ľtzung zur Verf√ľgung gestellt. Denn auch dies ist Teil der Arbeit der Ladakh Heart Foundation: Die Einladung von anderen Spezialist:innen im Bereich Gesundheit und Heilung, um die Menschen vor Ort so gut wie m√∂glich zu unterst√ľtzen.

Während unserer diesjährigen Medical Camps haben hier einige Student:innen der Traditionellen Tibetischen Medizin durch Heilpraktiker Thich Hue Nghi einige Grundkenntnisse derauf Akupunktur und Moxa-Behandlung lernen können.

3. Nonnenkloster in Bodhkarbu

Im buddhistischen Nonnenkloster in Bodhkarbu fanden 6 Tage lang Behandlungen statt. Das Interesse an den j√ľngeren Generationen, sich einem spirituellen Lebensstil als M√∂nch oder Nonne zu widmen, geht mit fortschreitendem Anschluss an moderne Technologien und Internet immer mehr zur√ľck. Nur noch wenige Nonnen leben, lernen, meditieren, und praktizieren in dieser Klosterschule. 

Die Unterkunft w√§hrend des Medical Camps in Bodhkarbu, war von gro√üer Herzlichkeit und Gastfreundschaft unter sehr einfachen Lebensbedingungen gepr√§gt - wie so oft in Ladakh: Wenn die Lebensbedingungen weniger wohlhabend sind, k√∂nnen sich die Menschen darauf konzentrieren, diesen Mangel mit menschlicher W√§rme und G√ľte aufzuwiegen. Dies war hier definitiv der Fall!

4. Das Kloster Lamayuru

Das Kloster Lamayuru liegt ca. 4 Busstunden nord-westlich von Leh entfernt. Hier wurden 4 Behandlungstage angeboten. Dieser Tour-Stop war von schwierigen Wetterbedingungen gepr√§gt: Der Klimawandel bringt nicht nur das Extrem gr√∂√üerer Trockenheit mit sich - sondern ab und an gibt es pl√∂tzlich auch das andere Extrem  ungewohnt starker Regenf√§lle. 

Die Häuser sind das so nicht gewohnt und es regnete oft in die Räumlichkeiten hinein. Trotz aufgestellter Plastikschalen zum Auffangen von Regenwasser konnte nicht immer verhindert werden, dass sich in einigen Räumen auf dem Boden Wasser ansammelte.

Mit der Warmherzigkeit und der menschlichen G√ľte der durch Meditation und Gebet gut gefestigten M√∂nche, Klosterbewohner und Helfer:innen vor Ort konnten diese vor√ľbergehenden √§u√üerlichen Schwierigkeiten gut bew√§ltigt und √ľberwunden werden.

5. Das Kloster in Takmachik

Um das Kloster in Takmachik zu erreichen, muss man zunächst ca. 3 Autostunden von Leh aus auf der Hauptstraße fahren. Im Anschluss geht es dann abseits der Hauptstraße mit dem Auto noch eine weitere Stunde in entlegenere Täler der Region.

Das Dorf rund um das Takmachik Kloster gilt als das erste Organic Village in der Region: Hier werden nach nachhaltigen und √∂kologischen Prinzipien Aprikosen und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse angebaut und verkauft. 

Fr√ľher war dieser Ort vor allem f√ľr buddhistische Yogis und Praktizierende als gut geeigneter Retreat-Ort bekannt - also f√ľr intensivere buddhistische √úbung und Meditation √ľber l√§ngere Zeitr√§ume hinweg. Doch auch hier nimmt das Interesse an der Arbeit an inneren Qualit√§ten leider immer mehr ab.

An diesem Ort wurden 4 Tage Behandlungen angeboten. Ein tibetischer Arzt der Region erhielt hier von Thich Hue Nghi eine Einf√ľhrung in die Grundlagen von Akupunktur und Moxa-Behandlung.

6. Das Gemeinschaftshaus im Dorf Basgo

Das Gemeinschaftshaus in Basgo ist eine Art Gemeindezentrum: Es gibt ein Gemeinschaftshaus mit gr√∂√üeren R√§umlichkeiten, in denen die Gemeinde verschiedene Veranstaltungen abhalten kann. Auch wichtige Dorfentscheidungen werden hier gemeinsam von der Dorfgemeinschaft getroffen. 

Von diesem Standort ist vor allem die besonders gro√üe Dankbarkeit der hiesigen Dorfbewohner:innen in Erinnerung geblieben. Zwar brachte jeder Standort der diesj√§hrigen Medical Camps viel Dankbarkeit und Wertsch√§tzung √ľber die kostenlosen Behandlungen zum Ausdruck - doch das Ma√ü an herzlicher Dankbarkeit im Dorf Basgo war dieses Jahr un√ľbertroffen.

Ankunft an diesem Tour-Stop war erst sp√§t am Abend - daher begannen die Behandlungen erst am n√§chsten Morgen. Es wurde f√ľr 3 volle Tage behandelt. Der vierte Tag war dann der Abreisetag zur√ľck nach Leh.

7. Die Lamdon Model School in Shey

Die Lamdon Model School in Shey befindet sich mit dem Auto von Leh aus in circa 20 Minuten Entfernung. Diese Schule steht auch im Fokus der anderen beiden Haupt-Projekttätigkeiten unseres Vereins: der Schulhilfe und der Bildungsförderung. Die Fortschritte zur Schulhilfe und Bildungsförderung werden in gesonderten Berichten vorgestellt.

In der Lamdon Model School in Shey wurde die Aula der Schule in einen gro√üen Behandlungsraum umgewandelt. Hier finden normalerweise gr√∂√üere Schulversammlungen und Schulveranstaltungen statt. An diesem Standort wurde insgesamt 5 Tage lang behandelt. 

8. Das buddhistische Gemeindezentrum in Palam

Das buddhistische Gemeindezentrum in Palam liegt in einem h√∂her gelegenen Dorf gegen√ľber von Choglamsar. Leh liegt hier gerade noch in Sichtweite. Das Gemeindezentrum √§hnelt dem Gemeindehaus in Basgo - mit dem Unterschied, dass das Gemeindezentrum hier in Palam eigentlich nur f√ľr buddhistische Gemeindeaktivit√§ten verwendet wird: Hierher l√§dt die buddhistische Gemeinde bspw. tibetisch-buddhistische Lehrer:innen und Meister:innen ein, um den Dorfbewohner:innen Unterricht zur buddhistischen Lehre zu geben und Meditationskurse abzuhalten. Hier konnte dieses Jahr nur f√ľr 1 vollen Tag lang behandelt werden.

9. Choglamsar

Choglamsar liegt quasi zwischen Leh und Shey und ist vor allem bekannt f√ľr seine Bedeutung im Bezug auf buddhistische Unterweisungen durch SH Dalai Lama. An diesem Ort h√§lt sich SH Dalai Lama vor allem im Sommer auf, wenn er f√ľr mehrere Wochen in Ladakh zu Gast ist. Ebenfalls in Choglamsar liegt der ‚ÄúShewatsel Teaching Ground‚ÄĚ - ein sehr gro√üer √∂ffentlicher Platz, an dem SH Dalai Lama seinen j√§hrlichen buddhistischen Unterricht f√ľr die Bev√∂lkerung Ladakhs abh√§lt. Im Juli diesen Jahres waren hier 45.000 Ladakhis zusammengekommen, um den Erl√§uterungen SH Dalai Lamas √ľber die Lehre des Buddha zu lauschen. Hier ergab sich auch die bereits angesprochene Gelegenheit f√ľr unsere beiden Behandelnden, ebenfalls an einer der Unterweisungen SH Dalai Lamas teilhaben zu k√∂nnen.

Sowohl Unterkunft als auch Behandlungsort stellten an diesem Ort das Privathaus einer hiesigen Familie, die ihre R√§umlichkeiten f√ľr die Behandlung von Patienten zur Verf√ľgung stellte. Hier wurden 4 Tage lang behandelt.

10. Behandlungen in Privathäusern von Gastgeber:innen

√úber die bereits vorgestellten Standorte hinaus fanden beinahe t√§glich auch zus√§tzliche Behandlungen in den Unterk√ľnften statt, in denen Heilpraktiker Thich Hue Nghi und Marina Borell untergebracht worden waren. Diese √ľber alle Aufenthalte verteilten zus√§tzlichen Behandlungen summieren sich zusammen auf einige weitere volle Behandlungstage.

Fotogalerie: Medical Camps 2023

Erste Station: Das Kloster in Spituk

Auf dem Weg zu den ersten Patienten...

Im Kloster diente die Buddhahalle als Behandlungsraum

Ehrenamtliche Helfer:innen halfen bei allen Stationen vor allem beim Übersetzen. Doch auch beim Drehen und Ziehen der Nadeln und beim organisieren der Abläufe waren sie alle eine große Hilfe!

Weiter ging es in der "Ladakh Heart Foundation" - einer Wohlt√§tigkeitsorganisation, die ein gemeinn√ľtziges Krankenhaus in Leh unterh√§lt. 

Behandlungsräume in der "Ladakh Heart Foundation"

Die unterschiedlichen Stationen erreichte unser Team mit Bus und Auto. Viele Autostunden ging es durch Berge und Tal. Foto: Eingangstor Kloster Takmachik.

Die vier Nonnen des Bodhkarbu Nonnenklosters schenkten unserem Akupunktur-Team viel Freundschaftlichkeit und Gastfreundschaft.

Die Unterk√ľnfte und das Essen waren oft sehr einfach - doch stets von gro√üer Herzensw√§rme durchdrungen!

Fladenbrot und Ladakh'scher Schwarztee mit Milch stellten an vielen Orten die Basis jeder Mahlzeit dar.

Das Lamayuru Kloster - hier ein Foto von einem sonnigeren Tag.

Stupas und Gebetsm√ľhlen des Lamayuruklosters

Eine ehrenamtliche Helferin √ľbersetzt den Patienten das Anamnesegespr√§ch im Dorf Basgo. 

Und anschlie√üend hilft die Helferin beim Anreichen der Akupunkturnadeln. Durch das Anreichen der Nadeln gelingt die Behandlung in viel k√ľrzerer Zeit - denn jede einzelne Nadel muss erst von einem kleinen Plastikprofpen befreit werden, bevor man sie am K√∂rper des Patienten setzen kann. 

Im Dorf Basgo war das Gep√§ck mit den Akupunkturmaterialien unseres Medical-Camp-Teams der Lieblingsplatz dieser erhabenen wei√üen Hauskatze. 

Im Kloster Lamayuru setzte ein ungew√∂hnlich starker Regen ein, der durch die daf√ľr nicht ausgelegten D√§cher hindurch in die R√§umlichkeiten hinein tropfte. Einige T√∂pfe und Schalen halfen dabei, das Wasser aufzufangen.

Das Geräusch von Regentropfen, die in die aufgestellten Töpfe und Schalen fielen, begleitete die Meditation im Kloster Lamayuru. Gegen die feuchte Kälte halfen Regenjacken und dicke Decken.

Auch die Klosterkatzen in Lamayuru suchten während des starken Regens Zuflucht an schön warmen und trockenen Orten..

Bis zum Besuch in der Lamdon Model School in Leh war das Regenwetter wieder abgeklungen.

Bei der Ankunft unseres Akupunktur-Teams war gerade Mittagspause und sowohl Sch√ľler:innen als auch Lehrer:innen versammelten sich vor den Schulgeb√§uden, um gemeinschaftlich ihr Essen zu sich zu nehmen. 

Guten Appetit!

Im großen Veranstaltungsraum der Lamdon Schule fand unser Medical Camp an diesem Standort statt und ließ aus dieser "Hall of Knowledge" (Halle des Wissens) eine "Hall of Healing" werden (Halle der Heilung).

Die Veranstaltungshalle der Lamdon Schule bot reichlich Platz f√ľr viele parallele Akupunkturbehandlungen.

W√§rmende Moxa-Behandlungen sind besonders gut f√ľr den R√ľcken und die Nieren.  

Hierzu werden in den Moxa-Kistchen angez√ľndete R√§ucherkegel aus Heilkr√§utern verbrannt - die W√§rme von diesen gl√ľhenden Kr√§uterkegeln dringt tief in den K√∂rper ein und wirkt besonders effektiv bei Verspannungen und Nierenproblemen.

Auch in der Lamdon Model School waren wieder sehr eifrige Helfer:innen am Start - auch einige Sch√ľler:innen baten ihre Mithilfe an und waren besonders interessiert an Informationen zur TCM. 

Oft warteten w√§hrend den Behandlungen bereits viele Patient:innen darauf, als n√§chste an die Reihe zu kommen. 

Im Dorf Palam war der Behandlungsraum kleiner. Doch durch die Hilfe der ehrenamtlichen Helfer:innen konnten auch hier viele Patienten behandelt werden.

Behandlungsräume im Dorf Palam

Als Zeichen der Dankbarkeit erhielt unser Akupunktur-Team von den Mönchen des Klosters in Spituk ein paar Abschiedsgeschenke sowie einen traditionellen buddhistischen weißen Segensschal.

Auf die Abschiedsfotos folgten an allen Standorten auch immer erneute  Einladungen f√ľr weitere Medical Camps im n√§chsten Jahr.

Thanks for visit - Danke f√ľr den Besuch! Voraussichtlich werden alle Standorte dieses Jahres auch im n√§chsten Jahr wieder f√ľr Medical Camps besucht.